Oktober 26, 2009 von Ronald
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Oktober 5, 2009 von Ronald

Gelbling Colias
Herbst
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)
Wenn ich an einem schönen Tag
Der Mittagsstunde habe acht,
Und lehne unter meinem Baum
So mitten in der Trauben Pracht.
Wenn die Zeitlose übers Tal
Den amethistnen Teppich webt,
Auf dem der letzte Schmetterling
So schillernd wie der frühste bebt.
Dann denk’ ich wenig drüber nach,
Wie’s nun verkümmert Tag für Tag,
Und kann mit halbverschlossnem Blick
Vom Lenze träumen und von Glück.
Du mit dem frischgefallnen Schnee,
Du tust mir in den Augen weh!
Willst uns den Winter schon bereiten:
Von Schlucht zu Schlucht sieht man ihn gleiten,
Und bald, bald wälzt er sich herab
Von dir, o Säntis! ödes Grab!
***
Das Foto – es zeigt einen Gelbling (Colias) – entstand am 28. September 2009 auf der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).
Wie in Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht ist der Schmetterling auch im Frühherbst noch so schillernd wie im Frühling.
***
Buchtipp:
Annette von Droste-Hülshoff
Sämtliche Gedichte
Insel Verlag
Annette von Droste-Hülshoff
Sämtliche Erzählungen
Insel Verlag
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Und noch ein Buchtipp:

Patricia Koelle
Die Füße der Sterne
Zauberhafte Kurzgeschichten als Begleiter über das ganze Jahr.
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Oktober 4, 2009 von Ronald

Herbst Herbstblätter
Herbst – Herbstgedicht – Friedrich Hebbel Herbstbild
Herbstbild
Friedrich Hebbel (1813 – 1863)
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
***
Hier gibt es eine kleine Sammlung neuer Herbstgedichte
***
Das Foto entstand am 28. September 2009 auf der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).
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Oktober 4, 2009 von Ronald

Pfarrkirche St. Marien Dudweiler Herbst
Herbst – Herbstgedicht – Herbsttag – Rainer Maria Rilke
Herbsttag
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
***
Hier gibt es eine kleine Sammlung neuer Herbstgedichte
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Das Foto zeigt die Pfarrkirche St. Marien in Dudweiler. 30. September 2009.
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September 13, 2009 von Ronald
Herbstgedicht
Der Herbst zieht ins Land
© Bruno Peter Lewicki
Der Herbst zieht ins Land, welche Blätterpracht.
Kein Maler sich schönere Farben erdacht.
Der Regen prasselt seit Tagen sein Lied
Sturm fegt die Bäume, recht kahl es aussieht.
Gedanken schnell treiben, Erinnerung wird wach
ich wünschte mir Frieden, auch hier unterm Dach.
Zwölf Wochen vergingen, die Eltern sind fort
verstarben so plötzlich, wo ist heut ihr Hort?
Wie Zugvögel wandern, in fernes Land
ihr wurdet geführet, von unsichtbar Hand.
So folgen auch wir einst, dem liebenden Ruf
kehren zurück einst, zu Gott, der uns schuf.
Das Sehnen nach Wärme, nach Liebe und Glück
findet Erfüllung, wenn wir kehren zurück.
Im Ewigen Licht strahlt die Seele so rein
gereinigt in Christus, sind nie mehr allein.
Das Ziel unsres Lebens, mit all seiner Pracht
sei nur die Liebe, dann ist es vollbracht.
Im Göttlichen Sohne ward uns zum Geschenk
zum Lichte darf finden, wer fromm im Gedenk.
Wie Herbstpracht vergeht, gehüllt bald in weiß
so stirbt nichts vergebens, sei Trost jedem Greis.
Manch Leiden auf Erden, es hat seinen Sinn
erkannt es in Schmerzen, drum froh ich heut bin.
…
Und ein Buchtipp:
Weihnachtsgeschichten
Band 3

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November 6, 2008 von Ronald
Herbstgedicht
November
© Katharina Britzen
Krüge voller Düsternis,
die Blaskapelle stumm,
auf dem Fluß nur Nebel,
die Natur im Minimum.
Im Refugium Laternen,
mitten auf dem Diwan Fengshui,
im Gepäcknetz nichts als Muße,
treibst ins Land der Poesie.
Am Gängelband des Siechtums
entblößt sich mir ein Leiden,
trifft als heimatloser Kanon
direkt ins Herz der Trauerweiden.
Der Bauersmann nicht an der Deichsel,
mit dem Fährmann querfeldein,
hälst Einkehr in ein Grenzland,
dein Name ziert den Grabesstein.
Eos hält nun Winterschlaf,
gönnt dem Dunkel das Debüt,
und die Langspielplatte
spielt eine Klagemelodie.
…
Und ein Buchtipp:
Eine Weihnachtsgeschichte von Katharina Britzen findest Du in dem Buch
Weihnachtsgeschichten
Band 2

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Oktober 9, 2008 von Ronald
Herbstgedicht
Herbstwald der Gefühle
© Wolfgang Scholmanns
Auf einer Bank sitzend, und verweilend
in meines Herzens Einsamkeit,
und des Waldes Kühle,
seh ich den bunten Blättern zu,
im stillen Herbstwald der Gefühle.
In Erinnerung begegne ich dir,
und spüre das Leuchten,
das die Morgenröte
deines Herzens verbreitet.
Es ist ein ganz besonderer Stern,
der mich durch meinen Traum begleitet.
Das Heute umschlingt die Vergangenheit
mit der Erinnerung,
und in der Zukunft,
liegt die Sehnsucht verborgen.
Was einst war liebevoll vereint,
und heute losgelassen scheint,
wartet vielleicht auf morgen.
…
Und ein Buchtipp:
Weihnachtsgeschichten
Band 3

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Oktober 5, 2008 von Ronald
Herbstgedicht
Herbst
© Claudia Olivetti
Voll Gold
hängen die Wipfel der Bäume.
Und ich weiß
es ist Herbst.
Windfarbenspiel treibt
Blätter um die Häuser.
Der Wind säuselt
es ist Herbst.
Drachen steigen über
abgemähten Feldern.
Der Sommer war kurz
es ist Herbst.
…
Und ein Buchtipp:
Patricia Koelle
Der Weihnachtswind

Patricia Koelle: Der Weihnachtswind
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Oktober 5, 2008 von Ronald
Herbstgedicht
Herbstwind
© Ulrich Rakoún
Ein goldnes Blatt von diesem Baum,
der Kindheit, Jugend, Mannesalter hat gesehen,
es scheint, als sah es manches Leben wie im Traum
bereits an sich vorüberziehen.
Es ist weder Leid, noch Trauer und kein klagen,
nur seufzen noch,
das mir wohl manchmal mag wie Schwermut scheinen,
auch Sehnsucht -
nach längst vergangenen Lebenstagen.
Ein Blatt, vom Herbstwind fortgeweht,
weiß es, wohin der Wind es weht?
Es holt die Nacht den Tag bald ein,
wird dann das Blatt zu Hause sein?
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Ein Buchtipp:
Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

Patricia Koelle: Die Füße der Sterne
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Oktober 4, 2008 von Ronald
Herbstgedicht
Die letzte Rose im Garten
© Bettina Buske
Die letzte Rose im Garten
leuchtet Liebe in den Tag
anhaltend duftend, ganz zart.
Schneide sie für mein Zimmer
ehe der Frost sie entblättert.
Herbst schenkt mir ein Lächeln
aus graublauen Augen und
schüttelt die rotblonde Mähne,
lässt meine Sinne tanzen.
Schön, so schön noch zu sein.
Zurück in meinem Zimmer,
die klammen Hände wärmend
an einer Tasse Tee
schau ich die leuchtende Liebe.
Dieser Tag bleibt lange in mir.
Und hier geht es zur Homepage der Autorin Bettina Buske
Ein Buchtipp:
Patricia Koelle
Die Füße der Sterne

Patricia Koelle: Die Füße der Sterne
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