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Posts Tagged ‘Lyrik’

Herbst
© Manfred Schröder

Hunderwasserfarbenblätter
schweben sanft zur Erde nieder.
Und die Vögel in den Bäumen,
singen ihre Abschiedslieder.

Einsam werden nun die Tage
und das Herz, es fühlt sich leer.
Da bricht die Sonne durch die Zweige;
der Wald, er steht im Lichtermeer.

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Und ein Buchtipp / eBook-Tipp
Patricia Koelle: Alles voller Himmel
Patricia Koelle
Alles voller Himmel
Roman

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Herbstgedicht

Oktober

© Patricia Koelle

vögel fliegen fragezeichen
wissen windsehnsucht

folgt flügelschlag
findet ferne

salz schmeckt see
weh wolke

seele schwimmt sturm
segelt schiff

gedanken gedenken geläutert
blättern bunt

 

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Gelbling Colias

Gelbling Colias

Herbst
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Wenn ich an einem schönen Tag
Der Mittagsstunde habe acht,
Und lehne unter meinem Baum
So mitten in der Trauben Pracht.

Wenn die Zeitlose übers Tal
Den amethistnen Teppich webt,
Auf dem der letzte Schmetterling
So schillernd wie der frühste bebt.

Dann denk‘ ich wenig drüber nach,
Wie’s nun verkümmert Tag für Tag,
Und kann mit halbverschlossnem Blick
Vom Lenze träumen und von Glück.

Du mit dem frischgefallnen Schnee,
Du tust mir in den Augen weh!
Willst uns den Winter schon bereiten:
Von Schlucht zu Schlucht sieht man ihn gleiten,
Und bald, bald wälzt er sich herab
Von dir, o Säntis! ödes Grab!

***

Das Foto – es zeigt einen Gelbling (Colias) – entstand am 28. September 2009 auf der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).
Wie in Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht ist der Schmetterling auch im Frühherbst noch so schillernd wie im Frühling.

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Herbst Herbstblätter

Herbst Herbstblätter

Herbst – Herbstgedicht – Friedrich Hebbel Herbstbild

Herbstbild
Friedrich Hebbel (1813 – 1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

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Hier gibt es eine kleine Sammlung neuer Herbstgedichte


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Das Foto entstand am 28. September 2009 auf der Bergehalde Lydia (Fischbach/Quierschied, Saarland).

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Pfarrkirche St. Marien Dudweiler Herbst

Pfarrkirche St. Marien Dudweiler Herbst

Herbst – Herbstgedicht – Herbsttag – Rainer Maria Rilke

Herbsttag
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

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Das Foto zeigt die Pfarrkirche St. Marien in Dudweiler. 30. September 2009.

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Herbstgedicht

November

© Katharina Britzen

Krüge voller Düsternis,
die Blaskapelle stumm,
auf dem Fluß nur Nebel,
die Natur im Minimum.

Im Refugium Laternen,
mitten auf dem Diwan Fengshui,
im Gepäcknetz nichts als Muße,
treibst ins Land der Poesie.

Am Gängelband des Siechtums
entblößt sich mir ein Leiden,
trifft als heimatloser Kanon
direkt ins Herz der Trauerweiden.

Der Bauersmann nicht an der Deichsel,
mit dem Fährmann querfeldein,
hältst Einkehr in ein Grenzland,
dein Name ziert den Grabesstein.

Eos hält nun Winterschlaf,
gönnt dem Dunkel das Debüt,
und die Langspielplatte
spielt eine Klagemelodie.

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